Was brauchen die besten Fahrer um bei Tour de France ihren Maximum abrufen zu können?

5000 Trinkflaschen, 100 Dosen Energy Drink, 3000 Energieriegel/Chews und 3000 Energiegels. Während der aktuellen Tour de France ist das die Menge, die Fahrer des Team Visma | Lease a Bike brauchen um die nötige Energie für die 21 Etappen zu haben. Für jede Etappe wird ein detaillierter Plan erstellt, um sicherzustellen, dass die gesamte erforderliche Energie in der richtigen Menge und zum richtigen Zeitpunkt verfügbar ist.

Energie - Kohlenhydrate

Die Fahrer haben für jede Etappe zwei wichtige Ziele: eines für die Kohlenhydrataufnahme pro Stunde und eines für die Flüssigkeitsaufnahme pro Stunde. Abhängig von der Dauer und Intensität der jeweiligen Etappe, wird ein Plan für die erforderliche Kohlenhydratzufuhr während der Fahrt erstellt. Einfachheit und Leichtigkeit in der Ausführung ist hier eines der Hauptprinzipien. Denn in hektischen Etappen, in denen ständig Entscheidungen im „Hitze des Gefechts“ getroffen werden müssen, müssen die Fahrer in der Lage sein, ihre Energie ohne nachzudenken zu beziehen.

Unabhängig von der jeweiligen Etappe werden die Fahrer darauf trainiert, drei Produkte pro Stunde zu konsumieren. An relativ ruhigen Tagen kommt die Amacx Energy Line zum Einsatz, die es den Fahrern ermöglicht, 3x 30 Gramm Kohlenhydrate zu sich zu nehmen, also insgesamt 90 Gramm pro Stunde. Das 2:1 Verhältnis zwischen Glucose und Fructose sorgt für eine optimale Aufnahme von bis zu 90 Gramm pro Stunde. Da alle Riegel, Chews, Gels und Getränke der Amacx Energy Line perfekt aufeinander abgestimmt sind, haben die Fahrer die Flexibilität, eine Kombination aus Gels, Chews, Riegeln und/oder Getränken ganz nach ihren Vorlieben auszuwählen.

An den härtesten Tagen der Tour de France, wie etwa die Etappen im Hochgebirge, wird das Kohlenhydratziel für die meisten Fahrer auf etwa 120 Gramm (oder in manchen Situationen sogar mehr) pro Stunde erhöht. Um diese sehr großen Mengen effektiv einnehmen zu können, wechselt das Team an diesen Tagen auf die Turbo Line. Diese Linie enthält ein Verhältnis von Glukose zu Fruktose von 1:0,8, was die Aufnahme von 120 g Kohlenhydrate pro Stunde ermöglicht. An der praktischen Umsetzung ändert sich für die Fahrer nichts - Sie streben weiterhin 3 Produkte pro Stunde an. Allerdings liefern nun 3x 40 Gramm Kohlenhydrate die benötigten 120 Gramm pro Stunde.

Hydratation

Der andere essentielle Nährstoff während dieser Phase ist Flüssigkeit. Um Schweißverluste auszugleichen, die Körpertemperatur gleich zu halten und Leistungseinbußen durch Dehydrierung zu vermeiden, müssen die Fahrer unterwegs trinken. Wie viel genau? Das ist individuell sehr unterschiedlich. Darüber hinaus wird es stark von den Wetterbedingungen beeinflusst. Allerdings verliert ein Radfahrer durchschnittlich 1 bis 2 Liter Schweiß pro Stunde (bei manchen kann dieser Wert bei Hitze sogar deutlich höher ausfallen). 

Ausreichendes Trinken ist daher entscheidend. Bei den meisten Fahrten strebt die Mehrheit der Fahrer eine Flüssigkeitsaufnahme von mindestens zwei Trinkflaschen pro Stunde (= ca. 1 Liter) an. Es steht ihnen frei, eine Mischung aus Amacx Energy Drink oder Turbo Drink und Wasser zu trinken, um letztendlich sowohl die Kohlenhydrat- als auch die Flüssigkeitsziele zu erreichen. Fahrer, die Schwierigkeiten haben, ihre Flüssigkeitsverluste auszugleichen und/oder viele Salze durch den Schweiß verlieren, nehmen zusätzlich Hydro Tabs in ihre Trinkflasche. Dadurch werden die zusätzlichen notwendigen Salze bereitgestellt, die dem Körper außerdem helfen, mehr Flüssigkeit zu speichern. 

Auch bei warmen Bedingungen erfreuen sich die neuen Amacx Ice Gels großer Beliebtheit bei den Fahrern. Diese Ice Gels liefern nicht nur die gleiche Menge an Kohlenhydraten wie herkömmliche Gels, sondern verbessern auch die Leistung bei warmen Bedingungen durch interne Kühlung.


Um all dies in einem guten und praktischen Plan zusammenzuführen, stellt Team Visma | Lease a Bike sicher, dass vor jeder Etappe ein detaillierter Plan erstellt wird, der alle Versorgungspunkte entlang der Strecke auf die Bedürfnisse der Fahrer abstimmt. Ziel ist es, alle Fahrer mit der nötigen Energie (Kohlenhydrate), Flüssigkeit und Kühlung zu versorgen, ohne dass sie immer wieder auf eines der Begleitfahrzeuge zurückgreifen müssen. Zusätzlich werden die Fahrer von den Teamleitern in regelmäßigen Abständen an Essen und Trinken erinnert. All dies soll sicherstellen, dass der Plan in der Praxis problemlos umgesetzt werden kann.