
Vor 10 Jahren gaben Richtlinien an, dass die Kohlenhydrataufnahme während des Trainings 30–60 Gramm pro Stunde betragen sollte. Dies führte in manchen Situationen zu einer Aufnahme von 90 g/h. Kürzlich wurde jedoch ein Artikel veröffentlicht, der eine Aufnahme von 120 g/h bei Bergmarathonläufern vorschlug. Zeit, nachzuforschen.
Es galt lange, dass die Kohlenhydratoxidation aus eingenommenen Getränken, Gels und Riegeln vom Körper mit Geschwindigkeiten von bis zu 60 g/h verwertet (oxidiert) werden kann. Nimmt ein Ausdauersportler beispielsweise 100 g/h zu sich, verbrennt er bis zu 60 g/h. Der Rest verbleibt wahrscheinlich im Darm und dies wird mit Magen-Darm-Problemen in Verbindung gebracht. Jetzt wissen wir, dass die Einschränkung in der Darmabsorption liegt und dass diese Einschränkung durch die Verwendung von verschiedenen Kohlenhydratarten überwunden werden kann, die für die Absorption unterschiedliche Darmtransporter nutzen. Kurz gesagt: Bestimmte Kohlenhydratkombinationen können viel schneller oxidiert werden. In einer Studie wurde festgestellt, dass Kombinationen aus Glucose und Fructose bis zu 105 g/h oxidiert werden können. Dies geschah bei sehr hohen Aufnahmemengen von 144g/h.
Solch hohe Zufuhren sind jedoch nicht empfehlenswert für jeden Sportler. Die meisten müssen zuerst ihre Verdauung antrainieren, um solche hohe Mengen aufnehmen zu können. Deswegen lagen die Empfehlungen bisher bei etwa 90 g/h fest, als Kompromiss zwischen einer ausreichenden Kohlenhydratzufuhr, aber nicht so viel, dass es bei vielen Sportlern zu Magen-Darm Beschwerden kommen würde. Es ist wichtig anzumerken, dass höhere Zufuhren als 90 g/h theoretisch positive Auswirkungen haben könnten, da wir bei höheren Zufuhren höhere Oxidationsraten beobachtet hatten.
Die Forscher stellten die Hypothese auf, dass eine höhere Kohlenhydrataufnahme nicht nur die Leistung steigern kann, auch Muskelschäden nach dem Training konnte reduziert werden. Sie entwarfen daher eine Studie, um die Auswirkungen einer hohen Kohlenhydrataufnahme von 120 g/h mit einer Aufnahme von 90 g/h und 60 g/h bei 26 männlichen Elite-Ultra Ausdauersportlern während eines Bergmarathons zu vergleichen. Sie wurden nach dem Zufallsprinzip einer der Versuchsgruppen zugeteilt und darauf trainiert, diese Zielaufnahme während des Trainings zu nutzen. Die hohe Kohlenhydrataufnahme war für sie also nichts Neues.
Die Forscher maßen die Trainingsbelastung, indem sie nach Bewertungen der wahrgenommenen Anstrengung und mehreren Markern für Muskelschäden (Kreatinkinase (CK), Laktatdehydrogenase (LDH), Glutamat-Oxalessigsäure-Transaminase (GOT), Harnstoff und Kreatinin) fragten. EIMD-Marker wurden vor dem Rennen und 24 Stunden danach analysiert und es wurde festgestellt, dass die 120 g/h-Gruppe 24 Stunden nach dem Bergmarathon deutlich niedrigere CK-, LDH- und GOT-Werte aufwies als 60 oder 90 g/h.
Innere Belastung und Muskelschäden waren 24 Stunden nach dem Rennen in der Gruppe, die 120 g/h Kohlenhydrate zu sich nahm, deutlich geringer. Anhand der Bewertungen der empfundenen Anstrengung während der Veranstaltung konnten die Forscher eine innere Belastung berechnen und kamen zu dem Schluss, dass die innere Belastung während des Bergmarathons mit 120 g/h deutlich geringer war als mit 60 und 90 g/h.
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