
Therapeutische Nahrungsergänzungsmittel und prophylaktische Nahrungsergänzungsmittel
Zur dritten Kategorie der Nahrungsergänzungsmittel für Sportler zählen die sogenannten therapeutische Nahrungsergänzungsmittel und prophylaktische Nahrungsergänzungsmittel. Die Hauptvertreter dieser Gruppe sind Vitamine und Mineralstoffe, die bei Sportlern aufgrund erhöhter Trainingsbelastung und unzureichender Nahrungsaufnahme mangelhaft sein können, während bestimmte Nahrungsergänzungsmittel die Fähigkeit haben, Entzündungsprozesse zu modulieren und bei der Heilung von Verletzungen helfen können.
Dies ist jedoch in jüngster Zeit der Fall Bei Sportlern weniger beliebt, wissen wir aus wissenschaftlicher Grundlagenforschung, dass Vitamine und Mineralstoffe für das Funktionieren physiologischer Prozesse unbedingt notwendig sind und daher selbst eine ergogene Wirkung haben. Sie hängen eng mit der Wirkung von Enzymen zusammen, die biochemische Reaktionen katalysieren, mit deren Hilfe unser Körper Energie aus Makronährstoffen (Katabolismus) nutzt und für anabole Prozesse nutzt.
Darüber hinaus spielen Vitamine und Mineralstoffe eine strukturelle, katalytische und regulierende Rolle bei der Funktion der körpereigenen Abwehrsysteme, beispielsweise des Antioxidans- und Immunsystems. Alle oben genannten Systeme werden bei Sportlern zusätzlich beansprucht, sodass körperlich aktive Menschen neben einem erhöhten Energiebedarf auch einen erhöhten Bedarf an Mikronährstoffen haben, der in keinem Verhältnis zum Energiebedarf steht.
Ein typisches Beispiel ist Eisenmangel bei Ausdauersportlern, insbesondere in der weiblichen Bevölkerung. Da die Verfügbarkeit von Eisen in direktem Zusammenhang mit der Sauerstoffversorgung des Gewebes und der Energieverwertung steht, kann eine verminderte hämatologische Funktion die sportliche Leistung negativ beeinflussen. Angemessene Ernährungskorrektur mit verschiedenen Strategien, einschließlich der Verwendung Der Einsatz von Nahrungsergänzungsmitteln mit Eisen stellt in solchen Fällen einen wichtigen Eingriff zur Beseitigung des Grundmangels und zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit des Sportlers dar. Ebenso kann die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln die Versorgung des Körpers mit Kalzium verbessern.
Bei Sportlern wird das Immunsystem zusätzlich belastet, vor allem vor und nach Wettkämpfen im Ausdauersport ist ein erhöhtes Auftreten von Atemwegs Erkrankungen zu beobachten. Obwohl die (zu) geringe Verfügbarkeit von Energie (d. h. die Menge an Energie, die dem Organismus für physiologische Funktionen zur Verfügung steht, wenn man die gesamte Energieaufnahme mit der Nahrung von der Aufnahme während des Trainings/Wettkampfs abzieht) als zentraler Ernährungsfaktor erkannt wurde).
Auch auf dem Gebiet der Nahrungsergänzung ist die Nahrungsergänzung zur Linderung einer belastungsbedingten Immunsuppression gut erforscht. Generell ist die Einnahme von Vitamin D zur Unterstützung des Immunsystems sinnvoll, insbesondere in der Zeit zwischen Herbst und Frühlingsende kann auch die Zugabe von Zink hilfreich sein und in bestimmten Situationen ist auch der Einsatz von Multivitaminen pragmatisch und sicher. In jüngster Zeit wird auch der Einsatz von Probiotika und Präbiotika zur Stärkung des Immunsystems bei Sportlern intensiv untersucht, die Wirkung dieser Nahrungsergänzungsmittel hängt jedoch von vielen Faktoren ab, insbesondere von der geeigneten Dosierung lebender Bakterien und bestimmter Stämme (z. B. Lactobacillus, Bifidobacterium) und daher größere und zusätzliche Studien, um Probiotika als vorteilhaft für Sportler einzustufen.
Die Verwendung von Aminosäuren zur Unterstützung des Immunsystems, wie Glutamin und verzweigtkettige Aminosäuren (BCAAs), die häufig zur Unterstützung des Trainings zum Muskelaufbau und zur Erholung nach dem Training vermarktet werden, spielen eine unklare Rolle bei der Unterstützung der Immunfunktion bei Sportlern bis jetzt. Es muss betont werden, dass der Bereich der Modulation des Immunsystems von Sportlern mit Hilfe von Nahrungsergänzungsmitteln ein schnell wachsendes und wichtiges Feld ist, das überwacht, seine Vor- und Nachteile sorgfältig untersucht und auf der Grundlage des Gewichts berücksichtigt werden muss Aufgrund der Beweise muss die Entscheidung getroffen werden, diese Nahrungsergänzungsmittel möglicherweise einzunehmen.
Verwendung von Antioxidantien und entzündungshemmenden Substanzen
Auch im Bereich der Nahrungsergänzung und sportlichen Leistungsfähigkeit ist der Einsatz von Antioxidantien und entzündungshemmenden Wirkstoffen sehr interessant. Die wichtigste Komponente, die den potenziellen Nutzwert dieser Nahrungsergänzungsmittel beeinflusst, ist das Ziel der Trainingsperiode selbst bzw. der einzelnen Trainingseinheit.
Training stellt für den Organismus eine Belastung dar, die sich auf zellulärer Ebene in einem erhöhten oxidativen Stress und einer verstärkten Entzündungsreaktion äußert. Daher ist es auf den ersten Blick sinnvoll, diese Belastung mit Hilfe von Nutraceutical und anderen Interventionen, wie z.B. dem Einsatz eines Eisbads, zu reduzieren.
Allerdings muss man sich darüber im Klaren sein, dass dieser Stress für die Anpassung des Organismus an die Reize, die das Training und den Fortschritt selbst mit sich bringt, unbedingt notwendig ist. Aus diesem Grund ist der Einsatz dieser Interventionen in Vorbereitungsphasen weniger sinnvoll, während sie in Wettkampfphasen oder Trainingszyklen nützlich sein können, wenn eine schnelle Regeneration erforderlich ist. Ein Beispiel für ein Nahrungsergänzungsmittel in dieser Kategorie ist Vitamin C.
Immer mehr Forschungen konzentrieren sich auch auf die Untersuchung der antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften von Polyphenolen und Flavonoiden, also sekundären Pflanzenstoffen in der Pflanzenernährung. Es ist bekannt, dass die Verwendung von Sauerkirschsaft - CHERRY JUICE, der reich an Anthocyanen ist, Marker für oxidativen Stress und Entzündungsmarker bei Marathonläufern und Radfahrern reduziert, die mehrere Tage hintereinander sehr hohe Intensitäten absolviert haben.
Der potenzielle Nutzen dieses Nahrungsergänzungsmittels liegt daher in der Erholung nach einem sehr langen und intensiven Training vor dem Marathon, in der Erholung nach dem Marathon und auch in der schnellen Regeneration bei Wettkämpfen, bei denen Athleten gleichzeitig an mehreren Disziplinen teilnehmen, oder an Mittel- und Langstreckenprogrammen Läufer, die an aufeinanderfolgenden Tagen Qualifikationen und Vorrunden vor der eigentlichen Endveranstaltung umfassen. Weitere entzündungshemmende Nährstoffe sind Flavonoide wie Querzetin und Grüntee Extrakt sowie Fischöl und langkettige Omega3 Fettsäuren.
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